Herzlich willkommen in Münchehof am Harz

 

 

Historisches Schlachteessen des Heimatvereins Münchehof erfreute sich abermals eines regen Zuspruchs im vollbesetzten Dorfgemeinschaftshaus

Karl-Heinz Fischer und Ilse Bauerdorf strapazierten die Lachmuskeln der Gäste 

Zum nunmehr elften Mal infolge veranstaltete jetzt der Heimatverein Münchehof e. V. (HVM) sein Historisches Schlachteessen, das in diesem Jahr wie in den Anfangsjahren wieder in einen Plattdeutschen Abend eingebunden war.  Auch in diesem Jahr erwies sich die Veranstaltung als  sehr erfolgreich, unterhaltsam und amüsant. In dem bis auf den letzten Platz gefüllten Dorfgemeinschaftshaus wussten die Protagonisten des Abends, Ilse Bauerdorf und Karl-Heinz Fischer aus Engelade, ihre Zuhörer mit plattdeutschen Geschichten und Anekdötchen in ihren Bann zu ziehen.  Daneben sorgten die von Mitgliedern vorbereitete zünftige Schlachtesuppe und die von einer Stauffenburger Hofschlachterei köstlich vorbereiteten Hausschlachteplatten sowie die Atmosphäre im voll besetzten Dorfgemeinschaftshaus für eine fröhliche Stimmung unter den Heimatfreunden und Gästen. Außerdem informierte Hans-Ulrich Stolzenburg als Organisator über die nächste Kultur- und Erlebnisreise nach Ostpreußen

Und so war es nicht verwunderlich, dass HVM-Vorsitzender Dieter Pöppe zu Beginn seine Freude über den guten Besuch zum Ausdruck brachte und alle Teilnehmer gleichermaßen herzlich willkommen hieß. Sein besonderer Gruß galt an diesem Abend der Ortsbürgermeisterin Dorothea Uthe-Meier, dem Ehrenvorsitzenden Joachim Pedroß sowie Karl-Heinz Fischer aus Engelade, der es wieder übernommen hatte, den plattdeutschen Teil des Abends wesentlich zu gestalten. Dieter Pöppe dankte gleich zu Beginn den fleißigen Helfern für die umfassenden Vorbereitungen und leitete dann zum Schlachte-Essen über, das mit einer von Hanna Rott und Loni Beermann nach alten Rezepten köstlich zubereiteten Schlachtesuppe begann, wofür sie im Verlauf des Abends einen ganz besonderen Applaus aller Anwesenden ernteten, und dann mit einer ebenso zünftigen Hausschlachteplatte mit Steak, Mett und frischer appetitlicher Wurst seine Fortsetzung fand. Nach dem obligatorischen Verdauungsschnaps leitete Dieter Pöppe dann zum plattdeutschen Teil des Abends über, der mit einer sehr fröhlichen Geschichte von Ilse Bauerdorf  aus dem Buch „Dä plattduitsche Tropp iut Diujen vertellt wat uber dat Lieben und dä Arbat von freuher“,  eingeleitet wurde. Bevor er dann  Karl-Heinz Fischer ans Rednerpult bat, erinnerte er daran, dass früher – auch schon bevor das traditionelle Schlachteessen einen festen Platz im Terminkalender des Heimatvereins hatte, viele Plattdeutsche Abende stattfanden, die immer von Friedrich-Wilhelm Harenberg aus Rhüden und Karl-Heinz Fischer gestaltet wurden. Durch den plötzlichen und viel zu frühen Tod von Friedrich-Wilhelm Harenberg sei das nun nicht mehr möglich. Die Versammlung widmet dem Verstorbenen in einer Schweigeminute ein ehrendes Gedenken.

Karl-Heinz Fischer beleuchtet im Anschluss daran mit vielen Geschichten und Anekdötchen das frühere dörfliche Leben und löste mit seinen Ausführungen oft ein nachdenkliches Schmunzeln, meistens aber Lachsalven der Zuhörer aus. Dabei  verging die Zeit wie im Fluge, wobei die Lachmuskeln der Zuhörer auch an diesem Abend oft arg strapaziert wurden und die Vortragenden immer wieder von kräftigem Applaus unterbrochen wurden.  Klar, dass am Ende Dieter Pöppe und seine Stellvertreterin, Bärbel Karges, seitens des HVM-Vorstandes Karl-Heinz Fischer für die tollen Geschichten  und den Damen des HVM für die köstliche Suppe herzlich dankten. Zum Abschluss des Abends gab Forstdirektor Hans-Ulrich Stolzenburg, der es übernommen hat, die nächste Kultur- und Erlebnisreise nach Ostpreußen zu organisieren, Einzelheiten des Programms und des Ablaufs der Reise, die vom 10. bis 17. Juni nächsten Jahres stattfinden wird, bekannt. Die formellen Einladungen sollen in den nächsten Tagen versandt werden. Schließlich wies Dieter Pöppe noch darauf hin, dass sich der Verein am 2. Dezember am „Lebendigen Adventskalender“ mit einer Veranstaltung an der Pandelbachhütte beteiligen wird und lud schon jetzt ein, recht zahlreich daran teilzunehmen. 

Es versteht sich von selbst, dass viele Mitglieder und Gäste des Heimatvereins in gemeinsamen Gesprächen noch gern den begonnen Gedankenaustausch in angenehmer Atmosphäre fortsetzten.