Herzlich willkommen in Münchehof am Harz

 

Münchehof im Wandel der Zeit

Brillante Fotopräsentation durch Dieter Pöppe - DGH platzte aus allen Nähten

 

Der Heimatverein Münchehof  e. V. hatte erneut  zu einer ganz besonderen Fotoschau ins Dorfgemeinschaftshaus eingeladen. Auch diesmal lautete das Thema wieder „Münchehof im Wandel der Zeit“. Ging es bei dem ersten Vortrag um das Unterdorf, so hatte sich der Vorsitzende des Vereins, Dieter Pöppe, diesmal im zweiten Teil das mittlere Dorf – also jenen Teil zwischen der Thüringer Straße und der Bahnlinie - vorgenommen und in das Zentrum der Betrachtungen gerückt. Soviel kann schon vorweg gesagt werden: Auch diesmal stieß er mit seinen unzähligen sehr professionell aufbereiteten Fotos und mündlichen Ausführungen auf lebhaftes Interesse und große Begeisterung. In  seiner  Begrüßung brachte Dieter Pöppe  seine besondere Freude über den großartigen Besuch – schließlich waren weit mehr als 100 Besucher gekommen, sodass das DGH buchstäblich aus allen Nähten platzte – zum Ausdruck. Sein besonderer Willkommensgruß galt an diesem Abend dem Sohn des ersten Münchehöfer Gemeindearztes, Dr. Bernd Dienemann, der viele Bilder beigesteuert hatte und extra aus Essen angereist war, sowie dem Ehrenmitglied Ilse Bauerdorf und dem Ehrenvorsitzenden. Auch diesmal hatte Dieter Pöppe wieder aus einem großen Schatz an alten Bildern eine Beamerpräsentation zusammenzustellen, die die Betrachter in eine längst vergessen geglaubte Dorfidylle entführen, aber auch Vergleiche mit der Gegenwart ermöglichen sollten. Einige Fotos sind den in den 1980er Jahren vom ehemaligen Archivar   Jochen Walter zusammengestellten Vorträgen entnommen, die seinerzeit  ebenfalls auf großes Interesse stießen und mit zur Gründung des Heimatvereins 1985 beigetrugen. Dieser Schatz wurde inzwischen wesentlich ergänzt, sodass jetzt  auf eine große Sammlung an historisch besonders bedeutsamen Fotos zurückgegriffen werden kann. In einer auch technisch sehr professionell zusammengestellten Beamerpräsentation hat es Dieter Pöppe erneut verstanden, die hochinteressierten  Gäste zu fesseln. Besonderen Wert legte er dabei auf einen Vergleich zwischen alten und neuen Bildern. So war es ihm möglich, die Veränderungen des Dorfes insgesamt, aber auch Veränderungen einzelner Straßenzüge und Objekte  darzustellen und Gebäude in Erinnerung zu bringen, die etwa  durch Feuer vernichtet oder aber auf andere Weise vom Abriss betroffen waren. Ganz besonders interessant wurde es immer dann, wenn diese Betrachtungen  verknüpft  wurden mit Personen, die mit den Veränderungen und Entwicklungen des Dorfes im Zusammenhang standen. So beleuchtete er beispielsweise sehr ausführlich die Entwicklung der ehemaligen Poststraße (heute „Unter den Linden“), in der bis in die 1970er bzw. 1980er Jahre Geschäfte, Banken, Handwerksbetriebe, eine Zahnarztpraxis und auch die Post angesiedelt waren Sodann widmete er sich  der Thüringer Straße und zeigte Bilder vom ehemaligen Gasthaus zur Krone, das über Jahrhunderte hinweg Begegnungsstätte für die gesamte Dorfbevölkerung war, oder auch von den sehr eindrucksvollen Veränderungen, die mit der Entstehung der Altdeutschen Bier- und Weinstube einhergingen und so dem  vom Verfall bedrohten Hof zu einer sehr wünschenswerten Entwicklung verhalfen. Es folgten Bilder und sehr interessante Ausführungen über die Veränderungen in der Straße „Im Winkel“, in der Kastanienstraße mit der ehemaligen Zigarrenfabrik und späteren alten Schule, dem Neubau der Schule mit Sportanlagen und später dann die Bahnhofstraße (heute Wildemannstraße). Hier rückte er die Entstehung des Kalkwerkes und die in dem Zusammenhang entstandenen 77 neuen Wohnungen in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Breiten Raum nahm – um nur noch ein Beispiel abschließend zu nennen -  auch der Ende des 19. Jahrhunderts entstandene Bahnhof und der Bau des sehr eindrucksvollen Gebäudes des ehemaligen Gasthauses zur Post durch Familie Kregel ein. Bilder etwa von Umzügen aus Anlass großer Dorffeste oder auch  von Kindergartenkindern, die unter Begleitung der Kindergärtnerinnen – wie es früher hieß -  zu Fuß von der Thüringer Straße zum Kindergarten oberhalb der Bahn marschierten. Gelächter erschallte oft, wenn wieder einmal jemand bei der Betrachtung eines alten Kinderbildes in den Saal rief: „Das bin ja ich“. 

Es versteht sich von selbst, dass die vielen Bilder und sehr interessanten Ausführungen, die sehr intensive Vorbereitungen verbunden mit umfangreichen Recherchen erforderlich machten,   größte  Aufmerksamkeit bei den Betrachtern hervorriefen und auch zu aktiver Beteiligung motivierten. 

Zum Abschluss kündigte Dieter Pöppe eine dritte Veranstaltung an, in der dann der obere Teil des Dorfes etwa mit dem ehemaligen RAD-Lager, der Entstehung des Niedersächsischen Forstlichen Bildungszentrums und weiterer interessanter Schwerpunkte gehen wird. Zugleich appellierte er noch einmal daran, weiteres altes Fotomaterial ihm oder Mitgliedern seines Vorstandes zu übergeben, wobei natürlich zugesichert wird, dass die Originaldokumente selbstverständlich zurückgegeben werden. Voll des Lobes ob der sehr gelungenen Veranstaltung und mit vielen neuen Eindrücken traten die Gäste des Heimatvereins dann schon zu später Stunde den Heimweg an.