Herzlich willkommen in Münchehof am Harz

                Die Minions von Münchehof

 

Ferienpassaktion des Heimatvereins Münchehof führte erneut zu den Fels-Werken mit dem 380 Millionen Jahre alten Winterberg 

 

Seit nun 15 Jahren beteiligt sich der Heimatverein Münchehof e. V. nun schon mit verschiedenen Angeboten an den Ferienpass-Aktionen der Stadtjugendpflege. So auch in dieser Saison. Jetzt stand wiederum ein besonders interessantes Angebot auf dem Programm, das bereits kurz nach Beginn der Meldefristen komplett ausgebucht war. Auch diesmal waren die Erforschung des Winterberges und ein Kurzbesuch bei den FELS-Werken in Münchehof angesagt. Nach der freundlichen Begrüßung durch  den Vorsitzenden des Heimatvereins, Dieter Pöppe, der gemeinsam mit seiner Stellvertreterin, Bärbel Karges,  auch im weiteren Verlauf als Betreuer für die beteiligten Kinder zur Verfügung stand, ließ es sich der langjährige, sehr erfahrene Produktionsleiter des Winterbergs, Frank Horenburg, der diesmal auf die Unterstützung seiner Kollegen Jörg Knackstedt und Jürgen Kirschstein bauen durfte,  nicht nehmen, die Kinder persönlich und im Namen des Unternehmens auf dem Gelände des Winterberges persönlich  willkommen zu heißen und ihnen im Rahmen eines pädagogisch  gekonnten Vortrages viel über die Kalkgewinnung und –verarbeitung zu erzählen. An Ort und Stelle berichtete er, dass hier vor rund 380 Millionen Jahren, also in dem erdgeschichtlichen Zeitalter, das man das Devon nennt, ein riesiges Kalkmassiv, das als Atollriff durch kleine Korallentierchen, Algen und anderen Lebewesen aufgebaut und gebildet wurde, entstand. In dem wohl größten Steinbruch des Westharzes wurde dann den interessierten Kindern vermittelt, wie Sprenglöcher gebohrt und haushohe Wände gesprengt werden  und wie dann der Transport des Materials mit den riesigen Schwerkraftfahrzeugen, die durchweg rund 100 Tonnen Material aufnehmen können, zur Brecheranlage erfolgt. Nach diesen Aufsehen erregenden Eindrücken, die die Kinder ins Staunen versetzte, wurden alle Teilnehmer zunächst mit Schutzhelmen und Schutzbrillen ausgestattet, um dann  in den verschiedenen Abbaugebieten selbst Mineralien aus der Entstehungszeit zu sammeln. Ausgerüstet mit kleinen Hämmerchen und Meißeln machten sich die Kinder mit Begeisterung ans Werk. Alle wurden natürlich auch fündig und waren stolz, ihre selbst gesammelten besonderen oft mit Fossilien oder Erzen besetzten Steine nach Hause tragen zu können. Und so wurde eine Brücke in eine Zeit geschlagen, als sich das Leben auf unserem Planeten zu entwickeln begann. Und ganz selbstverständlich hatten die Kinder auch Gelegenheit,   aufgetretene Fragen unmittelbar und umfassend mit den Repräsentanten der Fels-Werke zu besprechen. Die Rückfahrt erfolgte dann entlang des Förderbandes zum Gelände der Felswerke in Münchehof mit gezielten Erläuterungen über die Produktionsstätten mit den riesigen Hochöfen  und Erläuterungen über den alles beherrschenden Leitstand, bei dem alle Fäden der Produktion zusammenlaufen. Ausgestattet mit ihren selbst gesammelten Erinnerungssteinen wurden die Kinder dann wieder der Obhut ihrer Eltern überlassen. Klar, dass am Ende alle Teilnehmer begeistert waren und Dieter Pöppe gern die Gelegenheit nutzte, Frank Horenburg, Jörg Knackstadt und Jürgen Kirschstein für die sehr professionelle Führung und natürlich auch der Werkleitung für die erneute Gastfreundschaft zu danken.