Herzlich willkommen in Münchehof am Harz

 

Informative Exkursion des Heimatvereins führte diesmal rund um den Oderteich: Matthias Lenz profilierte sich erneut als ausgezeichneter Wanderführer  

 

Zu einer besonderen Exkursion trafen sich jetzt wander- und naturinteressierte Mitglieder des Heimatvereins zu einer weiteren interessanten Unternehmung. Nach den tollen Erfahrungen beim Besuch des Winterberges und des WeltWaldes galt es diesmal,  den Oderteich, einer der historisch bedeutesten und ältesten Talsperre im Oberharz, im Rahmen einer Wanderung rund um den Teich zu ergründen. Auch diesmal konnte mit  Matthias Lenz wieder ein exzellenter Experte für die Harzer Kultur- und Naturlandschaft als Wanderführer gewonnen werden. Bei herrlichem Wetter und nach einer in Fahrgemeinschaften zusammengeschlossenen Gruppe erreichten die Teilnehmer recht bald das sehenswerte Kleinod in der Nähe von St. Andreasberg an der B 242. Nach einer kurzen herzlichen Begrüßung durch den Vorsitzenden Dieter Pöppe und Matthias Lenz ging es dann auf die circa 4 km lange Wanderung rund um den Oderteich. 

Bereits im Jahre 1703 wurde nach dem Bau des Rehberger Grabens der Ruf nach einem Wasserspeicher laut. Planung und Bau zogen sich aber bis 1722  hin. Im Gegensatz zu den zahlreichen kleinen Oberharzer Talsperren aus jener Zweit wurde der Oderteichstaudamm aus dem an Ort und Stelle vorhandenen Material, also überwiegend aus Granitstein errichtet. Als Standort diente das Tal der Oder zwischen Torfhaus und St. Andreasberg. Der Staudamm ist etwa 180 m lang, 16 m hoch und er ist an seiner Sohle ca. 41 m breit. Der Stausee ist sehr hoch gelegen, ca. 720 m ü. NN, und hat eine Wasseroberfläche von 30 ha bei Vollstau. Früher diente das gesammelte Wasser als Kraft- und Aufbereitungswasser für das Bergbaugebiet um St. Andreasberg. Später, nach Einstellung des Bergbaus, wurde das Wasser als Trinkwasser genutzt. Aber auch das ist Geschichte. Heute wird das Wasser des Oderteiches nur noch zur Gewinnung von Elektroenergie verwendet und das Sperrwerk dient nur noch als Kultursperre. Nachdem der Oderteich seine „Industrielaufbahn“ hinter sich hat, ist er heute ein Kleinod in der urigen Hochharzlandschaft. Der Teich ist wieder ein Stück Natur geworden und lädt – wie auch jetzt die Heimatfreunde aus Münchehof - ein zu ausgedehnten Spaziergängen. Im Sommer verlockt sein tiefblauer Wasserspiegel zum Baden im kristallklaren Wasser  Matthias Lenz konnte unterwegs viele  spezielle Fragen beantworten und ging auch auf die Bedeutung des Naturparks Harz  mit den dort vielen schutzbedürftigen Lebewesen ein. 

Nach der hochinteressanten mit vielen Informationen verbundenen Wanderung erfolgte dann eine Einkehr im Rehberger Grabenhaus, die nicht nur Anlass für eine zünftige Stärkung war, sondern auch zu so manchen Gedankenaustausch einlud. 

Klar, dass nach einer solch schönen Exkursion Dieter Pöppe besondere Worte des Dankes an Matthias Lenz für die wiederum sehr gelungene, professionelle Wanderführung richtete und sich bei den Teilnehmern für das erkennbare Interesse bedankte.